1336 starb im Dominikanerinnenkloster Töss bei Winterthur die ungarische Prinzessin Elisabeth. Die Überreste ihres Grabmals wurden zuletzt vor genau 80 Jahren genauer untersucht. Zeit, noch einmal hinzuschauen.
Als Nonne war es für Elisabeth nicht selbstverständlich, ein steinernes Grabmal neben dem Hochaltar der Klosterkirche zu bekommen. Doch sie war auch keine normale Nonne. Die Tochter von Andreas III. von Ungarn war die letzte Vertreterin des uralten Königsgeschlechts der Arpáden. Wie sie nach Töss kam, warum sie als Heilige verehrt wurde und wie sich das in ihrem Grabmal widerspiegelt – dies und noch viel mehr ist Thema des Vortragnachmittags am 13. Mai im Kirchgemeindehaus Töss.
Dr. Silvia Volkart geht der Frage nach, was mit dem Kloster nach der Reformation passierte, denn die Geschichte ist mit Elisabeth noch keineswegs zu Ende erzählt! Zusammen werden wir das Kloster Töss als einen Ort lebendiger Geschichte in Erinnerung rufen. Zudem ist für das seelische und leibliche Wohl gesorgt. Hier könnt ihr euch direkt bei Pfarrer Helge Fiebig anmelden („Töss“ und „Mai 2022“ auswählen).

P.S.: Silvia Volkart und ich werden in der Sommerausgabe der Zeitschrift für Schweizerische Archäologie und Kunstgeschichte einen Artikel zum Grabmal veröffentlichen, in dem bisher unbekannte Aspekte vorgestellt werden. Ausserdem: Was passierte mit dem Stein bis zu seiner Einlieferung in das Landesmuseum 1898?